Bavarian Open Radio - die Jugendwelle startet
5. Oktober 2007 von PatrickAm Montag staartet mit dem Bavarian Open Radio die Jugendwelle des BR. Geleitet wird sie von Zündfunk-Chefin Ulrike Ebenbeck.
Am Montag staartet mit dem Bavarian Open Radio die Jugendwelle des BR. Geleitet wird sie von Zündfunk-Chefin Ulrike Ebenbeck.
Wer wissen will wie es mit der neuen Jugendwelle weitergeht, sollte nächste Woche in den lothringer13/laden in München kommen, denn Ulrike Ebenbeck wird auch dabei sein. Die leitet sowohl den Zündfunk als auch die Entwicklungsredaktion für das neue Multimediaradio.
Sa 30.6., 20 Uhr
Wie reagiert das Radio auf die IPod-Generation?
Eine Diskussion über die Zukunft von jungen Sendungen abseits der Masse mit Machern und Hörern. Mit Ulrike Ebenbeck (BR Zündfunk / Entwicklungsredaktion Multimediaradio), Dirk Wagner (M94,5), Georg Konjovic (FM4 Retten) u.a.
lothringer13/laden, Lothringer Str. 13, 81667 München
FM4 wird nun doch wieder ins Münchner Kabelnetz eingespeist. Ab 9. Mai kommt die Stimme Österreichs auf die Frequenz, die bisher Gong Mobil hat.
Morgen treffen sich die Münchner FM4-Hörer um für die Einspeisung des Programms ins Kabelnetz zu kämpfen. Unter fm4-muenchen-retten.de gibt es auch Infos zur Kampagne.
Für alle, die in Zündfunk-freien Zeiten FM4 im Raum München gehört haben: FM4 wurde von Kabel Deutschland aus dem Programm genommen, wie man hier nachlesen kann.
Gestern hat sich der Rundfunkrat des BR für eine Junge Welle auf DAB entschieden. Damit wird wohl das Eintreten, was wir befürchtet haben: Junge Inhalte werden künftig von nur wenigen Hörern in Bayern empfangen werden können, während der Zündfunk immer stärker für ein Publikum um die 50 angepasst wird. Das Zündfunk-Team wird dadurch zerschlagen, es wird keine durchgehende Zündfunk-Sendezeit mehr geben (stattdessen ständig Nachrichten und Bayern2-Jingle) und die Musik soll ans Alter der Hörer angepasst werden.
Zu unserer “Mehr Zündfunk” Party hatte ich mit dem neuen Bayern2-Chef Wolfgang Aigner gesprochen. Er hat recht deutlich ausgedrückt wie ihm der jetzige Zündfunk nicht in sein Programm für 50 jährige passt. Durch die neue Jugendwelle kann er nun die “wilden” Inhalte bequem abschieben. Der Musikalische Zirkel ist schon das erste Opfer geworden.
Und die Junge Welle? Die kann man am PC per Internet hören. Und per DAB, aber das nicht im Haus, weil es die Bundeswehr nicht zulässt, dass so stark gesendet wird. Und auch nur dann, wenn man für 200 Euro einen Empfänger kauft. Achja, vielleicht kann man die Junge Welle auch im normalen Radio hören - doch nur auf Mittelwelle und in Mono. Stellt Euch das vor, ein Musiksender in Mono! Wenn das nicht Retro ist… Und wenn man noch nicht von den drei Sendetechniken verwirrt ist, dann kann man hin und wieder auch was davon in BR Alpha sehen.
Bravo, lieber BR. Ihr habt es als einziger deutscher Sender geschafft alle Programmangebote für junge Menschen von UKW zu verbannen und nur noch für technische Profis hörbar zu machen. Dafür zahlen wir doch gerne unsere Rundfunkgebühren.
Etwas verspätet hier ein Link zu einem JustMag-Artikel über “Mehr Zündfunk”.
Gemeinsam mit dem Bayerischen Jugendring haben wir eine Unterschriftenaktion für eine Junge Welle 24 Stunden auf UKW gestartet. Wie die Musik eines solchen Radios sein könnte, könnt Ihr im Bavarian Open Radio hören.
Der Bayerische Musikrat hat eine Unterschriftenaktion gestartet, um für den Erhalt von Bayern4 auf UKW zu kämpfen. Das würde ich an deren Stelle auch machen, denn nur so ist ein 24-Stunden-Programm klassischer Musik für eine breite Bevölkerungsschicht zu gewährleisten. Aber sie beschränken sich nicht auf Lobby-Arbeit für die E-Musik, sondern schreiben auch:
Der Bayerische Musikrat verschließt sich nicht gezielten Sendekonzepten für junge Hörer und begrüßt ausdrücklich diskutierte Vorhaben, den „Zündfunk“ entsprechend auszubauen und die Kinder- bzw. Jugendsendungen „DoReMikro“ und „19.4“ häufiger auszustrahlen. Er unterstützt auch zusätzliche digitale Jugendangebote im Rundfunk, zumal es für Jugendliche selbstverständlich ist, sich aus dem Internet Sendungen herunterzuladen.
Was unterstellt der Musikrat damit? Dass junge Hörer genug Geld haben sich eine Breitband-Internetverbindung zu leisten um dort Radio zu hören (ist erst bei der Hälfte der ARD/ZDF-Studie Onlinenutzung der Fall)? Dass diese Hörer immer daheim vor dem Rechner sind und nicht im Auto Radio hören wollen? Was der Musikrat da als “selbstverständlich” bezeichnet ist fernab der Realität.
Nein, gerade junge Hörer wollen unterwegs Radio hören und damit günstige Empfangsgeräte haben, so wie sie schon in ihre Autos und Handys eingebaut sind. Damit können sie jetzt den Zündfunk hören - warum sollte man das ändern?
Caroline von Lowtzow hat BR-Hörfunkchef Grotzky interviewt und ihm dabei folgendes Statement entlockt:
Einige Rundfunkräte haben gesagt, wir wollen gleich auf UKW. Ich soll in einer der nächsten Rundfunkratssitzungen noch einmal beide Alternativen vorstellen und erklären, was es bedeutet: Junge Welle digital oder Bayern 4 Klassik digital und im Kabel sowie das jeweils andere auf UKW. Danach will der Rundfunkrat ein Meinungsbild als Empfehlung an die Geschäftsführung geben.
Also liegt es am Rundfunkrat ob es eine Jugendwelle auf UKW in Bayern gibt?